Tierschutz oder Tierrechte

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Juli

Unser Thema sind Tierrechte im Unterricht.

Die beiden Begriffe Tierschutz und Tierrechte haben nicht den gleichen Inhalt sondern sind unterscheiden sich wesentlich.

Weil aber in weiten Teilen der Bevölkerung die Auffassung herrscht, dass die beiden Begriffe Tierschutz und Tierrechte Synonyme darstellen, benutzen auch wir hier und da das Wort Tierschutz – dies dient aber nur dazu ein breiteres Publikum anzusprechen. Tatsächlich beinhaltet Aktivismus in Sachen Tierrechte auch immer Tierschutz.

Eine gute Definition der beiden Begriff und eine unserer Auffassung entsprechende Interpretation ist folgende, die wir auf einer Tierrechtsseite im Internet gefunden haben:

Tierrechte bezeichnen – analog zu Menschenrechten – die unverletzlichen und unveräußerlichen Rechte der Tiere auf Freiheit, psychische und physische Unversehrtheit usw., was auf die Abschaffung jeglicher Tierausbeutung abzielt (Abolitionismus). Tierschutz hingegen will die Ausbeutung lediglich reformieren, um sie ansonsten fortschreiben zu können. Wo Tierrechte Freiheit und die Abschaffung von Mord fordern, beschränkt Tierschutz sich auf bessere Haltungsbedingungen wie zum Beispiel größere Käfige und schonendere Schlachtung (Reformismus). Gleichwohl die Begriffe insofern Gegensätze ausdrücken, sind ernstzunehmende TierrechtlerInnen immer auch TierschützerInnen, wenn es darum geht, reales Tierleid zu mindern – bessere Haltungsbedingungen, weniger schmerzhafte Tötung etc., wo Ausbeutung und Leid adhoc nicht abgeschafft werden können. Die abolitionistische Forderung tritt dahinter nicht zurück. Tierschutz, der ausschließlich auf Reformismus und/oder nur auf bestimmte Tierarten abstellt, greift zu kurz.

Darüber hinaus gibt es auch nachvollziehare Überlegungen dahingehend, dass der Tierrechtsbegriff, der historisch für die Abschaffung der Nutzung, Gefangenhaltung und Tötung nichtmenschlicher Tiere steht, seinerseits nicht weit genug greift – allerdings soll diese Thematik an anderer Stelle fortgeführt werden.